Der Verein KuKiWa e.V. stellt sich vor

Wachtberg, als etwa 20.000 Einwohner zählende Gemeinde in Nachbarschaft zu den Großstädten Bonn und Köln mit deren überregionalen, teilweise internationalen kulturellen Ausstrahlungen hat traditionell eine sehr ausgeprägte Kulturlandschaft. Die will der Förderverein „Kunst und Kultur in Wachtberg e.V.“ (KuKiWa) gerade angesichts der immer mehr schwindenden Möglichkeiten der öffentlichen Hand erhalten und wenn möglich ausweiten und fördert daher gezielt die „Kultur von unten“, Kreativität, die aus der Bevölkerung kommt. KuKiWa hilft in Zusammenarbeit mit der Gemeinde ein Klima zu schaffen und zu pflegen, in dem sich Kulturschaffende und -interessierte animiert fühlen, im Rahmen ihrer Möglichkeit am Kulturleben teilzunehmen.

Dabei handelt es sich vorwiegend um finanzielle Unterstützung, wie der Vorsitzende Alfred Schneider erzählt: „Wir können jedes Jahr rund 10.000 Euro bereitstellen, um Projekte zu unterstützen.“ Auch die personelle Hilfe von einigen der rund 300 Mitglieder sei möglich. Unter welchen Umständen ein Projekt Unterstützung seitens des Vereins erfährt, ist auf der Homepage nachzulesen: So muss ein klarer Bezug zu Wachtberg vorhanden sein und die Aktion in der Region stattfinden, gleichzeitig müssen die Veranstaltungen ohne Gewinnabsicht angeboten werden und öffentlich zugänglich sein. „Wir möchten mit der Förderung eine Sicherheit schaffen und Menschen hier ermuntern, das kulturelle Angebot vielfältig auszubauen“, erklärt Chista von Düsterlo, Geschäftsführerin des Vereins.

Dem Verein sei es sehr wichtig, neue Angebote für Kinder und Jugendliche zu unterstützen so zum Beispiel die jährliche Förderung des Lesefestes Käpt’n Book, jährliche Mitfinanzierung der Proben des Wachtberger Jugendorchester, Zuschüsse für Instrumente, Reparaturen und Notenmaterial für das Jugendorchester. Neben dieser Förderung der jungen Menschen in Wachtberg unterstützt der Verein auch viele Angebote für Erwachsene: jährliche Zuschüsse für „Jazz im Köllenhof“, Unterstützung einiger Chöre, des Kammerorchesters und verschiedener Konzerte – um nur einige zu nennen. Auch der aktuelle Fotowettbewerb „Von Dorf zu Dorf“ wird von den fleißigen Vereinsmitgliedern ausgerichtet.

Für Kulturschaffende ebenfalls interessant ist das Netzwerk, dass der Verein bietet: So können beispielsweise Räumlichkeiten schnell gefunden und vermittelt werden. „Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, noch bekannter zu werden, um helfen zu können“, so Alfred Schneider. Für den Verein sei es aktuell möglich, noch mehr Projekte zu unterstützen. Diese Förderung ist natürlich nur dank der Mitglieder, sowie Sponsoren umsetzbar; so spendete die Stiftung der Kreissparkasse Köln am vergangenen Dienstag einen stolzen Betrag von 500 Euro für die Wachtberger Kulturlandschaft.

In der kommenden Zeit sind bereits weitere Veranstaltungen geplant: Am 28. April veranstaltet der Verein seine Mitgliederversammlung im Köllenhof, am 26. Juni findet das Kinderkonzert statt und für den 18. September ist die traditionelle Kulturfahrt anberaumt. Unterstützt wird der Verein bei dieser Veranstaltung von Bürgermeister a.D. Hans Jürgen Döring. Die Ziele der Fahrt sind allerdings noch geheim. (RSC)

Wachtberger Fußballer feiern Heimsieg

Die C1-Jugend des SV Wachtberg hat am Samstag im Berkumer Waldstadion gegen den Oberkasseler FV einen 3:2-Sieg errungen. Die Tabellen-Dritten machten es Wachtberg alles andere als leicht; in der ersten Halbzeit waren es sogar die Sportler aus Oberkassel, die Akzente setzten und sich aus der Wachtberger Hälfte nicht vertreiben ließen. Nur ein Elfmetertor nach etwa 10 Minuten rettete das 1:1 für den SV Wachtberg in die Pause.

Trainer Torsten Hüllen und Dennis Kowalski nutzten die Unterbrechung für eine aufputschende Kabinenansprache, die bei den Spielern offenbar wirkte: In der zweiten Halbzeit erzielte das Heimteam nach nur kurzer Zeit zwei weitere Tore. Die Gäste aus Oberkassel versuchten zu kontern, scheiterten aber oft an der grandiosen Abwehr des SV. Trotz der vielen Fehlversuche kämpften die Gäste weiter und konnten letztlich auch noch ein Tor verbuchen.

Die Trainer des SV Wachtberg waren nach dem Spiel guter Dinge: „Wir wussten dass es schwer wird, aber gegen den Verfolger in der Tabelle wollten wir unbedingt gewinnen“, so Hüllen. Das Spiel gegen den Oberkasseler FV war das vierte Spiel der Rückrunde, gegen den neuen Tabellendritten, den SSV Plittersdorf müssen die Wachtberger am 02. April noch antreten.

Mit 40 Punkten steht das in diesem Jahr ungeschlagene Team gut da, nur zwei Zähler fehlen auf den ersten Platz, ganze sechs Punkte sichern nach unten ab. Derzeit steht die Mannschaft auf Platz Zwei der Tabelle. Wer Interesse hat, Mannschaft oder Verein zu verstärken, kann sich unter http://www.sv-wachtberg.de weiter informieren. (RSC)

Erfolgreicher Heimspielsonntag

Die Mannschaften des SV Wachtbergs haben am vergangenen Heimspielsonntag im Berkumer Waldstadion mit zwei deutlichen Siegen ihre Positionen weiter festigen können. Der SV Wachtberg 1 gewann gegen Oberdrees 1 mit 4-1, der SV Wachtberg 2 siegte gegen Oberdrees 2 mit 3-1. Die 3. Mannschaft des SV musste im verschneiten Stadion eine 3-5-Niederlage gegen FC Pech 2 hinnehmen.

Nach einem erfolgreichen Spieltag hatte es zu Beginn jedoch gar nicht ausgesehen; schon beim ersten Spiel der 3. Mannschaft des SV Wachtbergs in der Kreisliga D schneite es zu Beginn so heftig, dass die Linien bereits unter der Schneedecke verschwanden. In der ersten Halbzeit konnten sich die Wachtberger unter diesen Bedingungen noch behaupten, mit 3-2 lag man zur Pause vorne. Die zweite Halbzeit dominierte allerdings die 2. Mannschaft des FC Pech, drei Tore mussten die Wachtberger einstecken und so eine 5-3 Niederlage akzeptieren.

Das zweite Spiel in der Kreisliga B begann um 13 Uhr, hier begegneten sich die „Zweite“ des SV und TuRa Oberdrees 2 mit einem Halbzeitstand von 1-1 auf Augenhöhe. In der zweiten Hälfte drehte das SV-Team von Trainer Bruno Frings und Stephan Schumacher jedoch auf und erzielte bei erneutem heftigen Schneefall zwei weitere Tore. Der Endstand betrug somit 3-1 für Wachtberg.

Richtig heiß her ging es dann ab 15 Uhr bei der 1. Mannschaft des SV und TuRa Oberdrees 1: Nach der 5-1 Niederlage gegen den SSV Bornheim, standen bei den Wachtbergern alle Zeichen auf Angriff: „Wir wollen es heute definitiv besser machen“, versprach Bernd Knauf vom SV. Im Spiel zeigten sich beide Mannschaften zunächst auf ähnlichem Niveau, jeder Ball wurde hart umkämpft. Erst in der 27. Minute erlöste Jean-Pierre Schilling die Heimmannschaft mit dem ersten Treffer. Ein Strafstoß in Minute 41 gab den Gästen Gelegenheit zu Kontern, somit ging es mit einem 1-1 in die Pause. In der zweiten Hälfte sorgten die Wachtberger mit drei Toren in Minute 59, 86 und 90 für klare Verhältnisse. Mit dem Ergebnis von 4-1 vor rund 50 wetterfesten Zuschauern kann der SV seine Position im soliden Mittelfeld der Bezirksliga behaupten. Trainer Dimitrios Karachlios zeigte sich für das kommende Spiel am 13. März gegen den VfL Meckenheim daher optimistisch. (RSC)

Villip und Berkum machten Siege unter sich aus

Die Katholische Grundschule Villip hat beim diesjährigen Milchcup vergangene Woche in der Berkumer Turnhalle einen Doppelsieg erspielen können. Beim Tischtennis-Rundlauf setzten sich sowohl die Dritt- als auch die Viertklässler durch. Das gute Ergebnis rundete die GGS Berkum für die Wachtberger ab, sie bestritten den jeweils zweiten Platz.

Die Sporthalle in Wachtberg Berkum platzte am 3. März förmlich aus allen Näthen: Zwischen vielen Tischtennisplatten wuselten rund 220 Kinder aus der gesamten umliegenden Region hin und her und übten fleißig für das Tischtennis-Rundlauf-Turnier. Veranstalter Malte Rachow begrüßte die 16 angereisten Schulen gleich zu Anfang und gab die Turnierreihenfolge bekannt. Machten die Villiper und die Berkumer der dritten Klassen den Sieg noch unter sich aus, mischten bei den vierten Klassen noch weitere Mannschaften mit. Als hartnäckiger Gegner entpuppte sich die Freie Waldorfschule aus St. Augustin, die von den Wachtbergern jedoch erfolgreich auf Platz drei verwiesen werden konnte. Ulrike Thiel, Lehrerin der GGS-Berkumer, zeigte sich zufrieden: „Wir trainieren erst seit November und wollen vor allem den Spaß am Sport genießen, da ist das Ergebnis natürlich toll.“

Die Wachtberger Schüler hatten sich in zuvor stattgefundenen Schulturnieren qualifiziert sich unter der Leitung von Marion Labonte auf das Turnier vorbereitet. Unterstützt wurde die Mannschaft vom Förderverein, der auch einheitliche Trikots zur Verfügung stellte. In den weiteren Klassen-Wertungen setze sich bei den Jungen im 5. Schuljahr das Konrad-Adenauer-Gymnasium aus Godesberg durch (Klasse 5a), im 6. Schuljahr gewann die freie Waldorfschule aus Sankt Augustin. Bei den Mädchen siegte das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in beiden Jahrgangsstufen (Klassen 5b und 6g). Die siegreichen Mannschaften des Turniers, darunter die Villiper, fahren nun am 27. April 2016 nach Düsseldorf zum Finale.

Das Tischtennis-Rundlauf-Turnier rund um die Milch findet bereits seit 16 Jahren in unserem Bundesland statt. Über 200.000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Nordrhein-Westfalen haben seit dem teilgenommen, alleine in diesem Jahr kämpfen etwa 25.000 Sportler aus den Klassen 3-6 um Siege. Damit ist der Milchcup das größte Tischtennis-Turnier Deutschlands. Das Berkum der Austragungsort des Bezirksturniers wurde, lag insbesondere an der Situation der Bonner Turnhallen: Mangels Verfügbarkeit dort fand das Turnier für Bonn, den Rhein-Sieg Kreis und die Eifel im Drachenfelser Ländchen statt. „Schulleitung und Bezirksleitung haben an einem Strang gezogen, um das zu ermöglichen“, erklärte Ulrike Thiel.

Der Cup wird von der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen e.V. ausgeschrieben. Hintergrund ist das Schulmilch-Projekt des Landes, bei dem es um eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung an Schulen geht. Daher wurden die Teilnehmer auch während des Turniers auch kostenlos mit Milch versorgt. (RSC)

Fotos von Reisen im Wandel der Zeit

Wachtberg-Ließem: Ausblicke und Einsichten – der Titel der Ausstellung von Herbert Thelen im Ließemer Köllenhof kommt nicht von ungefähr. Thelen, seines Zeichens Mitglied im Foto und Filmclub Bad Neuenahr, hat die Motive auf seinen Reisen in den letzten 40 Jahren zusammengetragen und ergänzt mit Bildern aus der Region.

Herausgekommen ist dabei ein bunter und spannender Einblick in vergangene Tage, aktuelle Anlässe und fremde Kulturen. Viele der Bilder überraschen – so wirkt beispielsweise die Festung Ehrenbreitstein wie ein italienisches Schloss. Auch die Reisefotos bleiben im Gedächtnis, Bilder aus Venedig, den Kanaren, Island und der Türkei sind darunter. Teilweise stammen die Fotos noch aus der Zeit der Filmrollen und strahlen ein ganz besonderes Flair aus. „Über 50 Besucher haben die Ausstellung schon gesehen, dass freut mich natürlich“, erzählt Herbert Thelen. Der hauptberufliche Malermeister betreibt Fotografie als Hobby, allerdings bereits seit vielen Jahren. Alles begann im Jahr 1958 mit einer Agfa Clack, damals noch in schwarz-weiß. „Für diese Filme habe ich sogar eine eigene Dunkelkammer, wo ich mich selbst um die Entwicklung gekümmert habe“, erinnert sich Thelen.

Unter den vielen Kameras befinden sich heute auch einige digitale, die ihre Vorteile auf den Fotoreisen ausspielen. Aber auch im Kreis Ahrweiler findet sich immer wieder das Eine oder Andere Motiv, hin und wieder auch mit einem interessanten Lichtspiel wie zu Rhein in Flammen oder die Uferlichter in Bad Neuenahr. Seine nächste Fotoreise wird ihn nach Sizilien führen.

Die folgende Ausstellung im Remagener Curanum ist daher bereits geplant und wird den Titel „Zauber des Augenblickes“ tragen. Wer sich die aktuelle Ausstellung im Köllenhof ansehen will, hat bis zum 24. März dafür Zeit. (RSC)

Pecher retten den Märchenwald

Wachtberg-Berkum: Die Baumfällarbeiten im „Märchenwald“ am Rand von Wachtberg-Pech fallen kleiner aus als ursprünglich geplant: Am vergangenen Montag haben sich Anwohner aus Pech mit Vertretern von Wald und Holz Nordrhein-Westfalen vor Ort getroffen und das betroffene Gebiet besichtigt.

Beide Seiten einigten sich nach rund eineinhalb Stunden darauf, zwölf der ursprünglich markierten 17 Bäume stehen zu lassen. Unterstützt wurden die etwa 35 Bürger vom stellvertretenden Bürgermeister Paul Lägel, zudem stand ihnen Dietrich Kempe vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland zur Seite. Förster Wolfgang Bongardt führte die Gruppe durch den Wald und erklärte, warum die Bäume ausgewählt worden waren. „Bei einigen Bäumen besteht durch Pilze die Gefahr eines spontanen Abbruches“, betonte der Förster. Daher blieben einige der teils 150 Jahre alten markierten Bäume „nicht verhandelbar“.

Uwe Schlömerich, Leiter des Forstamtes Rhein-Sieg-Erft erklärte, das Forstamt wolle an diesen Stellen Vorsorge betreiben. Bei der Baumschau einigten sich Bürger und Förster darauf, eine imaginäre Linie durch den Wald zu ziehen: Am Waldrand wird „lediglich“ für Verkehrssicherheit gesorgt, im übrigen Teil betreibt Wald und Holz NRW weiterhin Forstwirschaft, hier werden daher auch Bäume zur Verjüngung gefällt. Organisatorin Mary Schirilla zeigte sich im Anschluss glücklich: „Wir haben rund drei Viertel der Bäume erhalten können, das ist für beide Seiten zufriedenstellend“.

Bekannt wurden die für den Montag angesetzten Fällmaßnahmen für viele der Anwesenden erst am Samstag zuvor. Bewohner von Pech hatten die Markierungen gesehen und sich an den Förster gewandt, der die Maßnahmen mit Verkehrssicherungspflicht begründete. Die Bürger hegten an der Notwendigkeit Zweifel und zogen eigene Experten hinzu, die den Aussagen des Försters widersprachen. Am Sonntag Abend machte ein Aufruf der Anwohner auf Facebook die Runde. Darin hieß es unter anderem, der Wald gehöre zum Landschaftsbild des Ortes. Auch die Vereinbarkeit der Maßnahmen mit dem Naturschutz sei fraglich. Neben Bürgern sicherten auch Mitglieder der Fraktionen im Gemeinderat ihre Unterstützung zu. Den Vorwurf, man habe die Arbeiten nicht rechtzeitig angekündigt, ließ Wolfgang Bongardt aber nicht auf sich sitzen: „Wir haben bereits vor Wochen zu Besichtigungen und einem Info-Abend eingeladen“. Dies wurde auch in lokalen Zeitungen veröffentlicht, die Resonanz sei jedoch „bescheiden“ gewesen.

Fällarbeiten wie in Pech finden derzeit an vielen Stellen in NRW statt. Da die Bäume ihre Laubkrone erst später bilden und am ersten März die Schonzeit für Hecken und Gebüsche beginnt, müssen alle Fällarbeiten noch im Februar erledigt werden. Grund hierfür ist, dass Hecken und Gebüsche Vögeln, Reptilien und Amphibien Schutz vor natürlichen Feinden bieten. Die Gehölze dienen ihnen als Schlaf- und Ruheplätze sowie zur Aufzucht des Nachwuchses. Blätter, Knospen, Früchte und Samen sind außerdem Nahrungsmittel für die Tiere.

Das Waldstück zwischen Hupperbergstraße und Sportplatz wird vorwiegend von spielenden Kindern und Hundehaltern genutzt. Zu Redaktionsschluss waren die Bäume bereits gefällt. (RSC)

Irish Dance in der Berkumer Aula

Furiose Show begeisterte Publikum

 

Wachtberg-Berkum: Die Halle platzt aus allen Näthen, eine Welle der Begeisterung fährt durch das Publikum, als die Irischen Tänzer in ihren traditionellen Jig Shoes den ersten flotten Stepptanz aufs Parkett legen, ein kleiner Auftakt für den furiosen Abend.

Am vergangenen Freitag hat die „Irish Dance Show“ in der Aula des Wachtberg-Berkumer Schulzentrum stattgefunden. Der Abend bot große Unterhaltung für die über 400 Gäste, die Musiker und Tänzer zeigten eine markellose Show. Das Programm bot viel Abwechslung, von Musikstücken mit und ohne Gesang über Gruppen- und Solotänze bis hin zu Showeinlagen war alles dabei. Untermalt wurden die Acts von farblich abgestimmten Lichteffekten und Nebel.

Besonders begeistert zeigte sich das Publikum von der Band, die jedes Stück live zum Besten gaben. Haupttänzer Chris McSorley übte mit den Gästen den Klatschrhythmus passend zu schwindelerregend schnellem Stepptanz, Sängerin Jessy Whitehead überzeugte ebenfalls mit ihrer starken Stimme und sang sogar einige Lieder auf Gälisch. „Die Veranstaltung hier in Wachtberg war ein großer Erfolg, da kommen wir auch nächstes Jahr sehr gerne wieder“, erzählte Veranstalter Wolfgang Bäumler strahlend.

The Spirit of Ireland tourt derzeit durch Deutschland, von Jahresanfang bis Ostern gilt es dabei, rund 70 Termine zu bewältigen. Für die Tänzer ein anspruchsvolles Programm: „Vor einer solchen Tour wird etwa zwei Wochen intensiv geprobt“, erklärt Bäumler. Die Tänzer beginnen allerdings in den meisten Fällen bereits im Alter von etwa 5 Jahren mit dem Training. Eher unbekannt ist die hohe Professionalisierung des Volkstanzes, weltweit wachen Dachverbände über die Tänzer. Jeder von ihnen durchläuft auf seinem Weg mehrere Stufen, mit Anfang 30 ist meist bereits Schluss.

Die Organisationen bestimmen zudem, welche Tänze getanzt werden dürfen und legen Regeln fest: So muss beispielsweise jeder Tänzer Irisch sprechen können. So wurde die Tradition über mehrere Jahrhunderte bewahrt. (RSC)